Liebe Alexandra, Danke Dir! Ja, pointiert und präzise hast Du das auf den Punkt gebracht. Die Aktionsform des zivilen Ungehorsams hatte ich im zweiten Interviewteil, der geschnitten werden musste, reingebracht. Es ist wirklich schön, das in Deiner Antwort so elegant ausformuliert zu sehen. Ich finde es erst mal begrüßenswert, wenn sich jemand für die Religionsästhetik interessiert und der Journalist – ich war da auch skeptisch mit Blick auf den Sender – ist ein junger Philologe, der recht offen und nachdenkend recherchiert. So hab ich mich gern zum Gespräch bereit erklärt. Mir war vorher nicht bewusst, dass er aufzeichnen wird. Das hätte ich sprachlich anders vorbereitet, aber das nur nebenbei. Mir wurde mit dem Gespräch und unserer Diskussion nochmal besonders bewusst, dass Religionsästhetik zu betreiben eben nicht nur bedeutet, besonders gut ästhetisch decodieren zu können, sondern dass wir im Verweigern einer künstlichen religiösen Recodierung religionsästhetisch eine besondere Kompetenz (und Verantwortung?) besitzen, die eine solche Funktionalisierung unseres Gebietes direkt zur Sprache bringen kann. Diese metareflexive Komponente ist über ein enzyklopädisches Wissen doch zentral. Schön!