• „We cannot fuck our way to freedom. (…) We cannot shop our way to freedom. (…) And we cannot fight the system on our own,“ stellt die Bloggerin Laurie Penny (2010, 64) für die feministische Bewegung des 21. Jahrhunderts fest. Ein feministisches Netzwerk ist daher in einem hierarchischen, Ungleichheit re/produzierenden
    Wissenschaftssystem ein richtiger Schritt: individuell wie strukturell. Ich verstehe Netzwerk in diesem Kontext als Interaktionsgeflecht zwischen Personen (und Institutionen), das im konkreten Fall Anfang 2012 von einem universitären Mentoringprogramm initiiert wurde, aber informell organisiert ist und aus vier promovierten
    Wissenschaftlerinnen verschiedener Fachrichtungen besteht. Ist dieses Netzwerk von Frauen in der Arbeitswelt der Wissenschaft per se feministisch? Nein, wenn wir Wissenschaft als ein marktorientiertes System verstehen, das
    bestehende Machtverhältnisse stabilisiert, und wenn Mentoring diesen Strukturen dient, ohne sie zu verändern.