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Roland Steinacher deposited Editiones externaeBoier zwischen Realität und Fiktion. Akten des internationalen Kolloquiums in Česky Krumlov vom 14.–16.11.2013. Hrsg.: Maciej Karwowski, Vladimir Salac, Susanne Sievers. Kolloquien zur Vorund Frühgeschichte 21. Bonn 2015. – ISBN 978-3-7749-4001-7 – VII, 435 p., 154 fig., 6. pl.Antal, Adriana: Venus cult in Roman Dacia. Cluj-Napoca: Mega Publishing House, 2016. – ISBN 978-606-543-794-4 – 330 p. on Humanities Commons 5 years, 5 months ago
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ethnonyme
über einen sehr langen Zeitraum in Gebrauch
sein konnten. Im Falle der Veneder verschob sich
die Bedeutung. Sie galt nicht mehr nur für eine bestimmte
Gruppe, sondern bezog sich auf die Gesamtheit
der Fremden, die im Wahrnehmungsbereich der
eigenen Sprachgemeinschaft lagen. So wie man den
Namen Walhoz zuerst wohl für keltische Gruppen
anwandte, um ihn dann auf die Romanen zu übertragen,
muss auch der Venetername für slawische
und auch baltische Stämme gebraucht worden sein.
Der in der slawischen Überlieferung niemals vorkommende
Venedername wurde von Jordanes erst
im 6. Jahrhundert auf die Slawen angewandt. Ob
Jordanes gotischen Sprachgebrauch wiedergab oder
konstruierte, ist nicht mit letzter Sicherheit zu sagen.